Respekt statt Misstrauen

Warum Eigentümer nicht die Bösen sind.

Respekt statt Misstrauen

Warum Eigentümer nicht die Bösen sind.

Respekt statt Misstrauen

Warum Eigentümer nicht die Bösen sind.

Fast die Hälfte aller Mietwohnungen in der Schweiz gehören privaten Eigentümern. Politisch gehässige Debatten stellen sie zunehmend unter Generalverdacht der «Abzocke». Wir erklären, warum das Bild verzerrt ist – und wie Moser Immobilien sie auf Augenhöhe unterstützt.

Rund 45 Prozent aller Mietwohnungen in der Schweiz gehören natürlichen Personen. Priva­te Eigentümer sind damit eine tragende Säule des Wohnungsmarkts. Sie investieren, tragen wirtschaftliche Risiken und sichern Wohnraum über Generationen hinweg. Kurz: Ohne sie gäbe es keinen Mietwohnungsmarkt. Doch in politisch erhitzten Diskussionen und in entsprechenden Medienberichten gehört es mittlerweile zum Standardrepertoire, Eigentümer von Mietliegenschaften an den Pranger zu stellen. Von Profit­gier ist die Rede, als ob sich jeder private Vermieter schämen müsste, als wären sie die Hauptverantwortlichen für steigende Mieten und das knappe Angebot. Doch dieses Bild ist verzerrt – und es blendet die Verantwortung aus, welche private Eigentümer tatsächlich tragen.

Generalverdacht statt Anerkennung

Spätestens seit dem Fall der bekannten «Sugus-Häuser» in Zürich hat sich in den letzten Monaten die Debatte weiter zugespitzt. Mit ihrem unverständlichen und unsensiblen Kündigungsvorgehen für eine geplante Sanierung hat die Besitzerin der Häuser im Stadtkreis 5 Ende 2024 dafür gesorgt, dass die Diskussion um bezahlba­ren Wohnraum nur noch mit dem Zweihänder ­geführt wird. Für private Vermieter ist das frustrierend: Sie übernehmen Verantwortung, sichern ihr Vermögen für die Familie, sorgen für Werterhalt und leisten damit einen Beitrag zur Gesellschaft. Statt Wertschätzung erleben sie Misstrauen – und geraten zusätzlich unter Druck durch politische Vorstösse wie die Zürcher Wohnschutz-Initiative, die voraussichtlich 2026 zur Abstimmung kommt. Deren staatliche Eingriffe in die Eigentümerrechte würden Investitionen unattraktiv machen und ei­nen Sanierungsstillstand auslösen, wie es in Genf und Basel zu beobachten ist.

Eigentümer tragen Verantwortung – auch gegenüber der Familie

Die öffentliche Diskussion fokussiert fast ausschliesslich auf die Rechte der Mieter. Das ist so falsch wie irritierend, denn dass private Eigentümer ebenfalls Rechte haben – und ebenso Verantwortung tragen –, wird verdrängt. Verantwortung tragen sie aber nicht nur gegenüber der Mieterschaft, sondern auch gegenüber sich selbst und ihren Familien. Für viele Eigentümer ist das Mehrfamilienhaus Altersvorsorge, Erbschaft oder ein wichtiges Stück Zukunftssicherung für kommende Generationen. Langfristigkeit steht deshalb im Vordergrund: Eine stabile, verlässliche Rendite ist wichtiger als kurzfristige Renditemaximierung. Sie dient meist der Ergänzung des Einkommens oder der Altersrente – nicht der Spekulation.

Mietrechtliches Minenfeld führt zu Verunsicherung

Trotz dieser Haltung ist der Alltag für Eigentümer oft kompliziert. Selbst einfache Instandhaltungen können zu Diskussionen führen, umfassende Sanierungen oder Ersatzneubauten werden zur grössten Herausforderung. Verzögerungen durch Einsprachen, höhere Kosten durch Regulierungen, der Gang zur Schlichtungsbehörde – all das ist eher die Regel als die Ausnahme. So geraten Vermieter in ein Spannungsfeld: Nachhaltigkeit, Komfort und Verdichtung sowie eine angemessene Rendite stehen auf der einen Seite, Einsprachen, Mieterschutz und gesetzliche Vorgaben auf der anderen. Das Mietrecht wird für viele zum Minenfeld – und die Angst wächst, Fehler zu machen.

Begleitung auf Augenhöhe

Genau hier setzt Moser Immobilien an. «Viele Eigentümer fühlen sich von dieser Komplexi­tät überfordert und suchen das Gespräch mit uns», sagt Thomas Moser. «Seit fünf Jahren beraten wir zunehmend Eigentümer, die nicht wissen, wie sie mit Sanierungen, Regulierungen oder politischen Unsicherheiten umgehen sollen. Oft denken sie schon an einen Verkauf.» Das Ziel der Beratung sei immer dasselbe: eine Lösung zu finden, die die Interessen, Ziele und Wünsche des Eigentümers ins Zentrum stellt. Das kann auch steuerliche oder erbrechtliche Fragen umfassen, Überlegungen zur eigenen Wohnsituation oder die Suche nach einer passenden Reinvestition. Immer wieder entstehen daraus überraschende und finanziell attraktive Perspektiven.

Mehr als Zahlen und Rendite

«Hinter jeder Immobilie steht eine persönliche Geschichte – und oft eine unternehmerische Leistung, die mit Risiko, Stress und vielleicht Ängs­ten, vor allem aber mit Verantwortung verbunden war», betont Thomas Moser. «Was mich ärgert: Diese Leistung wird in der öffentlichen Debatte oft einfach ignoriert.» Aus eigener Erfahrung kennt er die schönen Seiten, die Immobilien mit sich bringen. Er weiss aber auch wie es ist, für die eigene Familie ein Haus zu kaufen, ein Bauprojekt zu entwickeln, und welche Herausforderungen und Konflikte im Umgang mit Mietern entstehen können. Für Moser Immobilien ist deshalb klar, dass jede Beratung, jedes Gespräch und jedes Geschäft auf Augenhöhe stattfinden muss – mit Respekt vor den Eigentümern und den individuellen Ge­schichten, die hinter einer Liegenschaft stehen.

Private Eigentümer sind keine Gegner des Wohnungsmarkts, sondern seine Stützen. Wer Ver­antwortung für Immobilien trägt, verdient nicht Misstrauen – sondern Anerkennung und Respekt.

Artikel teilen