Hinter Fassaden von Mehrfamilienhäusern verbergen sich Geschichten, die kaum jemand kennt. Wie diejenige eines Therapeuten, der das Erbe nicht verkaufen wollte – sondern eine Lösung suchte, bei der Familie, Mieter und Erinnerungen gleichermassen ihren Platz behalten.
Mehrfamilienhäuser unterscheiden sich von aussen durch Grösse, Architektur oder Bauzeit. Doch ihre Geschichten, die Eigentümerschaften und deren persönliche Verbindungen zu ihren Immobilien bleiben meist verborgen – und nähren so das Vorurteil des renditegetriebenen Besitzers.
Einer, der dieses Bild widerlegt, ist Andreas Roth. Er ist Miteigentümer eines frisch renovierten Mehrfamilienhauses im Zürcher Seefeld – dort, wo die Meinung über Immobilienbesitzer oft festgefahren ist. Das Haus, Baujahr 1924, hatte sein Grossvater erworben und gepflegt, später auch seine Eltern. «Es ist ein grosses Geschenk, ein solches Erbe antreten zu dürfen», sagt Andreas Roth. Für ihn war klar, das Haus nicht nur zu erhalten, sondern im Sinne der nachfolgenden Generationen weiterzuentwickeln. Gemeinsam mit seinem ältesten Sohn liess er die Liegenschaft sanieren. Aus dem in die Jahre gekommenen Gebäude entstand ein Bijou mit zehn Wohnungen: hochwertig, aber nicht luxuriös. Als Therapeut für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) denkt der Mittfünfziger in Kategorien von Balance. Dieses Prinzip wollte er auch auf seine Familie übertragen: Wie lässt sich eine Immobilie mit zehn Wohneinheiten dereinst gerecht unter drei Söhnen und seiner Partnerin aufteilen? Wäre ein Verkauf sinnvoller? Welche Optionen bieten sich den langjährigen Mietern an? In dieser Situation kam er mit Immobilienfachmann Thomas Moser ins Gespräch. Dessen Vorschlag: Die Liegenschaft in Stockwerkeigentum umwandeln, einige Wohnungen behalten und vermieten, andere verkaufen. Aus dieser überraschenden Idee entwickelte sich ein tragfähiges Konzept, das rechtlich und steuerlich geprüft und in kurzer Zeit umgesetzt wurde. Es war die perfekte Lösung, die der Familie sowie auch Mietern zugutekommt – und den Wert der Erbschaft langfristig sichert.
«Thomas Moser versteht es, Fachwissen mit Menschlichkeit zu verbinden. Er geht weit über das hinaus, was man sonst von Maklern erwarten kann. Ein schlauer Fuchs – aber einer mit Herz», sagt Roth lachend.
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